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    Bis Ende September im Dienst

    Pfarrer Christian Wiener wird aus der Altenheimseelsorge verabschiedet

    Nora HechlerPfarrer Christian WienerPfarrer Christian Wiener

    Pfarrer Christian Wiener wird am 28. September um 15.30 Uhr in der Augustinum Seniorenresidenz in Bad Soden durch Dekan Dr. Martin Fedler-Raupp aus seiner Tätigkeit in der Altenheimseelsorge für das Evangelische Dekanat Kronberg verabschiedet.

    Der 58-Jährige war zwölf Jahre als Altenheimseelsorger im Altkönig-Stift in Kronberg und in der Augustinum Seniorenresidenz in Bad Soden für die Bewohner:innen aber auch die Mitarbeitenden als Seelsorger da. Davor war er elf Jahre Gemeindepfarrer in der Friedenskirchengemeinde in Schwalbach. „Nach vielen Jahren als Gemeindepfarrer wollte ich mich vertieft der Seelsorge widmen. Sie liegt mir schon immer am Herzen. Außerdem sind mir der tägliche Umgang mit Menschen und die Zusammenarbeit mit Teams sehr wichtig“, erklärt Wiener. „Im Gegensatz zu anderen Bereichen wie der Notfall- oder Klinikseelsorge braucht es bei der Altenheimseelsorge einen längeren Atem. Sie ist auf langfristigere Beziehungen ausgerichtet und meistens sind längere Planungen möglich. Die Entscheidung für dieses Arbeitsfeld habe ich nie bereut“, so Wiener.

    Für seine Tätigkeit dort hat er eine klinische Seelsorgeausbildung sowie darüber hinaus eine Ausbildung zum Supervisor absolviert. Insgesamt betreut er rund 1.000 Bewohner:innen und 500 Mitarbeitende in beiden Einrichtungen. „Es ist mir außerordentlich wichtig, dass ich auch für die Mitarbeitenden da bin. Sie gehören ebenso wie die Angehörigen der alten Menschen dazu“, betont er. „Aktuell habe ich mich zum Beispiel um die Frage gekümmert, wie sich der Krieg in der Ukraine bei den Senior:innen aufgrund ihrer eigenen Kriegserfahrungen auswirkt. Dabei kam zu Tage, dass es auch unter den Mitarbeitenden Betroffene gibt, die zum Beispiel den Balkankrieg erlebt haben“, so Wiener.

    Kontakte entstehen nicht nur bei den regelmäßig von ihm angebotenen  Gottesdiensten. „Die Tür- und Angel-Begegnungen sind das A und O. Dabei lernt man sich ebenso kennen. Ich sitze nicht im Büro, sondern gehe zu den Leuten. Irgendwann kommt dann häufig der Punkt, wo man über ernsthaftere, existentielle Themen ins Gespräch kommt. Auf diese Weise begleite ich Lebensgeschichte“ erzählt er. „In beiden Seniorenwohnanlagen gibt es auch katholische Kollegen, mit denen ich außerordentlich gerne zusammenarbeite. Aber oftmals ist es gar nicht so wichtig, welcher Konfession wir angehören, weil die Grundfragen dieselben sind. Auch mit Menschen, die keiner Kirche angehören, bin ich in Kontakt.“, ergänzt er. Häufig sei es dabei das Wichtigste, einfach zuzuhören. „Viele wollen erst einmal gar keine Antwort. Im Gespräch sortiert sich schon Einiges und wird klarer. Und durchaus nicht selten endet ein Kontakt im Gebet“, berichtet er.  Einen großen Raum nimmt die Begleitung am Lebensende ein. Abschied und Trauer seien immer wieder Thema. „Aber da beide Einrichtungen keine Pflegeheime sind, sondern der Großteil der Bewohner:innen in ihren eigenen Wohnungen lebt, gibt es eine ganze Reihe von anderen Themen“, so Wiener weiter. „Viele, die rechtzeitig einziehen, sind noch sehr aktiv. Für sie gibt es zahlreiche Aktivitäten, Feste und kulturelle Angebote. So sind hier noch viele andere Themen präsent, es pulsiert vom Leben“, erzählt er.

    Bei den Gottesdiensten gab es vor Corona immer eine überdurchschnittliche Anzahl an Besuchern, die jedes Mal mitgefeiert haben. „Aber das befindet sich im Wandel. Es leben mindestens zwei Generationen in den Seniorenstiften: die Hochaltrigen und die Altersgruppe derer, die zum Teil ihre Kinder sein könnten. Mit jeder Generation nimmt die Kirchenbindung ab, das stelle ich auch hier fest“, meint Wiener. „Was aber nicht heißt, dass die anderen nicht interessiert sind“, berichtet er weiter. Neben klassischen Gottesdiensten gibt es viele andere Formen: Open air mit Osterfeuer, gemeinsam mit der KiTa, ökumenisch mit Agape-Mahl, zusammen mit Sternsingern. „Musik spielt dabei immer eine wichtige Rolle – besonders für Hochaltrige oder an Demenz erkrankte sind das wichtige Anknüpfungspunkte an eine langjährige Tradition“, so Wiener. Es gibt auch andere Aktionen wie den lebendigen Adventskalender oder die Teilnahme an der „Sodener Passion“, der gemeinsamen Veranstaltungsreihe aller Gemeinden.

    Neben seiner Tätigkeit als Altenheimseelsorger war er im Dekanat im Rahmen der Ausbildung ehrenamtlicher Lektor:innen und Prädikant:innen sehr engagiert.

    Ende September endet sein Dienst in der Altenheimseelsorge. Danach beginnt er eine dreimonatige Studienzeit. „Zyklen sind mir wichtig“, erzählt Wiener, „eigentlich wollte ich nur zehn Jahre in der Altenheimseelsorge bleiben. Vorher war ich etwas mehr als zehn Jahre Gemeindepfarrer. Jetzt ist es Zeit für etwas Neues“.

    In Zukunft wird die Altenheimseelsorge im Altkönig-Stift und in der Augustinum Seniorenresidenz durch die Diplom-Religionspädagogin Astrid Bardenheier übernommen.

     

     

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