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    Evangelische Kitas trotzen der Corona-Pandemie

    Online und Ideen „an der Leine“

    Evangelische Kindertagesstätte "Jona" Heusenstamm"Evangelische Kita Jona an der Leine" heißt eines der vielen Projekte und Angebote, mit denen das Team der Heusenstammer Einrichtung um Leiterin Kerstin Wunderlich Kontakt zu Kindern und Familien hält.

    Seit drei Wochen ruhen inzwischen weite Teile des öffentlichen Lebens wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Kontakt zu halten trotz Kontaktverbot: Wie das gehen kann und wie Erzieher*innen und Leiter*innen das Beste aus der momentanen Situation machen können, beschäftigt auch die evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat Rodgau.

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    Drei bis vier Jungen und Mädchen hat die Evangelische Kindertagesstätte „Jona“ derzeit in der so genannten „Notbetreuung“, erzählt Kerstin Wunderlich. Es sind Kinder von Eltern, deren Berufe „systemrelevant“ sind, also in einer Krisensituation besonders gebraucht werden: Klinikpersonal, Mitarbeitende in Rettungsdiensten oder bei der Polizei. Die Leiterin der Kindertageseinrichtung in Heusenstamm macht nicht den Eindruck, als könne sie sich über zu viel Zeit zu beschweren. Zwar müssen die meisten Kinder derzeit – und wohl noch einige Tage mehr – zuhause oder in privat organisierter Betreuung bleiben. Zu tun gibt es indes neben der Notbetreuung genug - auch jetzt, nachdem die meisten Kita-Teams die ersten Tage zum Saubermachen und Waschen, Sortieren und Aufräumen genutzt haben.

    Kerstin Wunderlich und ihr Team probieren und unternehmen viel, um Kontakt zu den Kindern zuhause zu halten: „Zwei, drei Mal die Woche schicken wir unseren Kita-Familien unter der Überschrift „Kita Jona für zuhause“ eine Mail mit Bastel-, Spiel und Beschäftigungstipps.“ Neben Angeboten zum Ausdrucken gehören auch Videos dazu, „in denen die Kolleginnen vertraute Lieder singen und Geschichten erzählen“.

    Osterüberraschung „an der Leine“

    Besondere Aktionen hat sich das Team für die Osterzeit einfallen lassen: „Überraschung an der Leine“ heißt die Idee, selbst zusammengestellte Bastelsäckchen am Zaun der Kita aufzuhängen. Die ebenfalls von einer Erzieherin genähten, befüllten Beutel werden mit nach Hause genommen. Kinder und Eltern können dann zusammen den Inhalt entdecken und ausprobieren. Die Stoffhüllen landen dann wieder im Briefkasten der Kita, um für die nächsten Kinder gefüllt zu werden. Passend zur Osterzeit gibt es auch ein „Starter-Pack“, mit dem die Familien während der Zeit zuhause eine Bohnenpflanze ziehen können. Das biblische „Gleichnis vom Sämann“ gibt dem Erleben von Wachstum eine kindgerechte christliche Komponente.

    Die trotzdem noch verbleibende Arbeitszeit füllt das Team mit Kompetenz-Input: Kerstin Wunderlich und ihre Mitarbeiter*innen nutzen die Tage und Wochen für eine groß angelegte Online-Fortbildung in vier Modulen ebenso wie für selbst organisierte Teamtage, „in denen wir zum Beispiel an unseren Morgenkreis-Ritualen arbeiten“.

    Hainburg: Zeit auch für Liegengebliebenes

    „Auch bei uns in der Evangelischen Kindertagesstätte „Am Kiefernhain“ in Hainburg arbeiten die Kolleg*innen im Homeoffice, nehmen online Qualitätssicherungen, Fort- und Weiterbildungen wahr, schreiben Bildungs- und Lerngeschichten und arbeiten Aufgaben ab, zu denen im Alltag oft die Zeit fehlt“, erzählt deren langjährige stellvertretende Leiterin Mascha Fertig.  „Für pädagogische Fachkräfte, die es gewohnt sind, die meiste Zeit praktisch mit den Kindern zu arbeiten, war dies zunächst eine große Umstellung.“

    Auch in der Einrichtung im Ortsteil Hainstadt gibt es seit der zweiten Schließungswoche einen Notdienst „für Kinder von Funktionsträgern“, wie es im Amtsdeutsch heißt. „Für alle Beteiligten war das eine Herausforderung: Wie viele Kinder dürfen von einer Fachkraft betreut werden? Ist Abstandhalten überhaupt möglich? Wie und von wem darf der Notdienst besetzt werden?“

    All diese Fragen hat das Team mittlerweile geklärt; und die Kinder genießen das große Haus und den Garten bei herrlichem Wetter, die Erzieherinnen arbeiten intensiv an den gemeinsam besprochenen Ideen und Gedanken, die die Kinder auch zum Corona-Virus äußern. „Ich darf nur bei Mama und Papa und im Kindergarten sein“, ließ ein Kind unlängst verlauten, „weil der Virus uns sonst alle krankmacht. Ich darf nicht mal meine Oma besuchen.“

    Regenbogen als Gottes Zeichen der Hoffnung

    Als Zeichen der Solidarität gestalteten die Kinder in der vergangenen Woche einen riesigen Regenbogen, „der uns die Hoffnung gibt, dass auch diese Krise vorübergehen wird.“ Passend dazu gestaltete Religionspädagogin Isabell Rossmann mit den Kindern die biblische Geschichte über Noah und seine Arche. Der Regenbogen ist jetzt für alle Hainburger am großen Eingangstor der Kindertagesstätte zu bewundern.

    Und auch Hainburgs evangelisches Kita-Team steht über die Elternbeiräte in direktem Mail-Kontakt zu Kindern, Mamas und Papas: Es gibt aktuelle Infos zur Lage für Kitas und Familien sowie Geschichten, kreative Ideen, positive Gedanken und Anregungen. Immer mit im Boot sind in Heusenstamm wie in Hainburg die Pfarrer*innen der Kirchengemeinde „mit kurzen Impulsen, die Trost und Hoffnung geben“.
    „Die Resonanz der Kinder und Familien auf das alles ist riesengroß“, freut sich Mascha Fertig: „Täglich erhalten wir Fotos, Gemälde oder Videobotschaften, die auf die Angebote reagieren oder selbst Ideen ins Netz stellen. Auch der Osterhase war bei allen Kindern zu Besuch und brachte die Geschenke der Kindertagesstätte vorbei.“

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