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    Stippvisite in der Bundeshauptstadt

    Junger Langener auf den Spuren der deutschen Tagespolitik

    Corinna Buschow, epdDie „medien-starter“ bei der Bundespressekonferenz in Berlin.

    Im Rahmen seines Freiwilligen Kulturellen Jahrs beim Evangelischen Medienhaus Frankfurt hat der Langener Julian Held die Tage direkt nach der Bundestagswahl in Berlin verbracht. An Schnittstellen von Politik, Medien, Kirche und Gesellschaft konnte der 17-Jährige vielfältige Erfahrungen sammeln, an denen er uns teilhaben lässt.

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    Von Julian Held

    Seitdem ich denken kann, kenne ich nur eine Kanzlerin. Ganze 16 Jahre war Angela Merkel deutsche Regierungschefin. Doch am Sonntag, 26. September, war klar, diese Ära geht zu Ende. Ich hatte das Glück, dass ich bereits am Tag nach der Bundestagswahl in Berlin sein konnte, da das evangelische Medienhaus eine Exkursion dorthin organisiert hatte. An der Fahrt konnten junge Journalistinnen und Journalisten teilnehmen, die später einmal im Bereich politische Berichterstattung arbeiten möchten.

    Morgens bin ich von Frankfurt aus mit dem ICE losgefahren und merkte direkt bei der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof, dass etwas anders ist als sonst: Der Wahlkampf war noch allgegenwärtig. Ähnlich wie in Frankfurt hingen in Berlin ebenfalls überall Wahlplakate – ganz weit oben die von der AfD.

    Vielfältiges Programm mit evangelischen Medienexpert*innen

    Vor Ort bot das Evangelische Medienhaus ein vielfältiges Programm. Täglich gab es einen bunten Mix aus Entdeckungsreise durch Berlins Sehenswürdigkeiten und vielen Treffen mit Menschen, die im politischen oder journalistischen Bereich tätig sind. Kirche habe ich bislang immer so erlebt, dass sie sich auch zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu Wort meldet und sich im gesellschaftlichen Diskurs einbringt und sozial engagiert. Dazu gehört aber auch, dass sie sich gut informiert und eine professionelle Medienarbeit leistet.

    Als wir an den Regierungsgebäuden vorbeikamen, war deutlich spürbar, dass dort mehr los war als normalerweise. Vor dem Bundestag bin ich an Karl Lauterbach vorbeigelaufen, der gerade ein Interview gab. Viel Security, Polizei und Presse waren ebenfalls da.

    Zu Gast beim Regierungssprecher und in der Bundespressekonferenz

    Am Dienstag habe ich Stefan Schneiderhan getroffen. Er ist Regierungssprecher im Bundespresseamt. Das Bundespresseamt informiert BürgerInnen und Medien im Inland über die Arbeit der deutschen Bundesregierung. Er sagte, aktuell sei es noch recht ruhig, da erst einmal die Sondierungsgespräche stattfinden müssten, bevor es für ihn wieder stressig werde. Er gab uns Einblicke in seinen Berufsalltag, so weiß ich nun, dass beispielsweise bei Terroranschlägen, die Kanzlerin, oder der nun folgende Kanzler, zu jeder Uhrzeit bereit sein muss, um ein öffentliches Statement abgeben zu können.

    Am gleichen Tag besuchten wir die Bundespressekonferenz. Ich finde es sehr interessant, einmal live gesehen zu haben, wo Drosten und Spahn in letzter Zeit so oft neue Corona-Regelungen vorgestellt haben. Wir führten dort ein Gespräch mit Corinna Buschow, der Chefkorrespondentin für das Hauptstadt-Büro des Evangelischen Pressedienstes (epd). Sie meinte ebenfalls, dass derzeit noch wenig los sei, solange nicht geklärt ist, wer die Kanzler-Nachfolge antreten wird. Durch das Gespräch mit ihr wurde mir nochmals bewusst, wie präsent die evangelische Kirche auch in der Politik und Öffentlichkeitsarbeit vertreten ist.

    Ein weiterer Programmpunkt war ein Besuch bei der taz. Diese Tageszeitung ist politisch klar grün-links orientiert. Zur Begrüßung erhielten alle ein Exemplar der neusten Ausgabe. Auf der Titelseite das bekannte Bild, auf dem Wissing, Baerbock, Lindner und Habeck für ein Selfie posieren. Die Schlagzeile lautete: „Sich gemeinsam geil finden“. Ich merkte direkt, dass die taz sehr kritisch eingestellt ist und ihre politische Meinung vertreten möchte.

    Kein Veggie-Day bei der AfD-Wahlparty

    Eines meiner Highlights war am Donnerstag – nicht nur, dass die Eintracht endlich den ersten Sieg unter Trainer Glasner einfahren konnte –, sondern das Treffen mit Isabel Reifenrath. Sie ist Korrespondentin für den hessischen Rundfunk im ARD-Hauptstadtstudio. Sie erzählte uns, dass Sie schon ‘mal mit Merkel auf Dienstreise war und gab Einblicke in ihren Berufsalltag. Was mich sehr interessierte ist, dass Sie für die Berichterstattung über die AfD zuständig ist. So erwähnte sie am Rande, dass es bei der Wahlfeier vor allem typisch deutsches Essen gab: Leipziger Allerlei, Würste und Fleisch. Es wurde also keine wirkliche Alternative für Vegetarier oder Veganer geboten – komisch bei dem Parteinamen…

    Die einzelnen Tage waren angefüllt mit Sightseeing und Kontakten zu einer Vielzahl von interessanten Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern. Thema Nummer eins bei allen Treffen: Die vorangegangenen Bundestagswahlen. Innerhalb von einer Woche konnte ich so viele neue Eindrücke gewinnen und wertvolle Informationen sammeln, von denen ich sicher noch lange zehren werde.

    Hörfunkschule/medien-starter:

    Die evangelische Hörfunkschule Frankfurt ist Teil des evangelischen Medienhauses und möchte jungen Menschen bei ihrem Start in die digitalen Medien helfen, dazu gehören die Bereiche Radio, Video und TV, Online, Social-Media und Multimediajournalismus. Die Ausbildung der Hörfunkschule Frankfurt ist Teil des publizistischen Auftrags des Medienhauses. Unabhängiger, freier und (selbst-) kritischer Journalismus sind das Ziel und zugleich Maßstab für die Evangelische Publizistik. Die Hörfunkschule bietet Workshops, Seminare und Projekte an. Eines dieser Projekte ist die 20-monatige Ausbildung zum medien-/radio-starter, bei der man wertvolle Erfahrungen in Multimediajournalismus, Radio, TV und Video sammelt. Ein Highlight der Ausbildung ist die Exkursion in die Medienhauptstadt Berlin.

     

     

     

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